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© Copyright 2008-2011 Hans Weil
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© Copyright 2008-2011 Hans Weil
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Auf internationalen Webseiten wird Henry Alfred Lugrin als der Gründer der späteren Firma LEMANIA bezeichnet. Man hat einfach das Geburtsjahr 1848 von H.A. Lugrin und das Todesjahr 1920 von Alfred Lugrin in einen Topf geschmissen und kräftig umgerührt. H.A.Lugrin ist definitiv 1908 in New York gestorben – das letzte Patent wurde daher posthum von seiner Frau eingereicht. Alfred Lugrin ist 1858 geboren und hat als 18-Jähriger 1876 sicher nicht sein 1.Patent in Amerika eingereicht. Nichts desto trotz war auch Alfred Lugrin ein äußerst kreativer Chronographen-Konstrukteur der seiner jungen Firma schnell zum Erfolg führte und die Grundlage zu einem der bedeutendsten Chronographen-Hersteller schaffte. Jules Frédéric Alfred Lugrin (01.09.1858-27.12.1920) kam als junger Mann ins Vallee de Joux, wo er zunächst als Kuhhirte - so wird es tatsächlich überliefert - bald darauf als Hilfsarbeiter bei LeCoultre in Le Sentier arbeitete. Es dauerte nicht lange, bis er sich als Spezialist für Chronographen hervor tat und im Alter von 25 Jahren zusammen mit drei befreundeten Uhrmacher-Kollegen 1884 ein eigenes Atelier gründete. Dort wurden auf Rohwerke Chronographen-Module aufgesetzt. 1885 entstanden sogar schon eigene Repetitions-Uhren. Das früheste Schweizer Patent, CH000359 von 1889 beschreibt einen Chronographen mit Minuten-Zählwerk, der unten in Natura vorgestellt wird. Alle weiteren Patente siehe Faszination Uhrwerk unter Lemania. Wie in den meisten Ateliers, wurden auch bei A.Lugrin & Co. Chronographen-Module im Auftrage von Uhren-Herstellern auf Fremdwerke montiert oder fertige Chronographen eigener Produktion an Uhrenhersteller verkauft. So findet man frühe Chronographen nur selten mit dieser Firma auf dem Zifferblatt. Erst später wurden dann neben den weiterhin verkauften Chronographenwerken auch Komplett-Uhren mit der Marken-Bezeichnung LEMANIA verkauft. |
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Aus Platzgründen übersiedelte das Unternehmen bald nach L'Orient und begann 1890 mit dem Bau einer größeren Fabrik. Ab 1900 wurden Fertiguhren von sehr hoher Qualität für unterschiedliche Abnehmer hergestellt. Nach dem Tod von Alfred Lugrin übernahm dessen Schwiegersohn Marius Meylan (1892-1980) die Betriebsleitung und änderte 1930 die Firma in Lémania um, nach dem erfolgreichsten Kaliber-Marke im Programm – der Name ist von der französischen Bezeichnung des Genfer Sees – Lac Leman – abgeleitet. Im Jahr 1932 kam Lemania durch den Zusammenschluss mit Omega und Tissot in die SSIH-Gruppe. Noch im selben Jahr wurden Chronometer und Chronographen für die Olympischen Spiele in Los Angeles hergestellt – nun stand aber auf all den Stoppuhren und Chronographen mit Lugrin-Werken OMEGA drauf. Und so kam es, dass OMEGA auch gleich als offizieller Zeitnehmer für die Olympischen Spiele 1936 auserkoren wurde. |
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CH-Patent Nr.359 (1889)
und die Ausführung ohne und mit Rattrapante
- ohne Zweifel ein ähnliches
Prinzip, wie in dem Patent CH-Nr.4900 von
BOURQUIN |
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Bereits um 1890 bestand offensichtlich eine enge Geschäftsbeziehung zu Ferdinand Bourquin aus St. Imier, dessen Betrieb im Jahre 1902 die Marke LEONIDAS anmeldete. Auch Bourquin hatte ein Minutenzählwerk konstruiert und im Jahre 1892 darauf das Patent CH4900 erhalten – und ab 1895 die Rechte und Nutzung Alfred Lugrin überlassen. |
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Das unsignierte Chronographenwerk zeigt eine deutliche Verwandtschaft zu den Werken aus dem Hause Alfred Lugrin. Mit Beginn des 20.Jahrhunderts tauchen dann Chronographenwerke mit der Signatur LEONIDAS auf, die ganz eindeutig aus dem Lugrin’schen Betrieb stammten. Auch in Amerika hatte Alfred Lugrin Patente eingereicht – ob die abgebildete Konstruktion jemals realisiert wurde, ist aber nicht bekannt. |
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Links die wenig bekannte Marke : A. Lugrin, Fabrique d’Horlogerie und rechts die jüngere Malteserkreuz-Marke : Lugrin Watch Company. |
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| 24"' – Chronograph mit Rattrapante | ||||
| Diese markante und einmalige Konstruktion findet man in allen moderneren Chronographen von LEMANIA und OMEGA ab den 1930er Jahren | ||||
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LUGRIN-Chronograph Patent CH359 - rechts modifizierter DÜRRSTEIN-Chronograph |
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Zwei unsignierte LEMANIA-Klassiker mit Tachymeter |
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Hier
folgen die klassischen 24"' Kaliber von LEMANIA - Hier ein
Chronograph für die Russische Armee |
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| Eine Stoppuhr mit Rattrapante - Messgenauigkeit 1/1oostel Sekunden. | ||||
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Der interessante Blick unter das
Zifferblatt mit der Mechanik für die Rattrapante |
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Langzeit-Messer mit
12 Std.-Zähler und Additions-Chronograph |
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| Zum Schluss eine moderne 19"' Stoppuhr - nun mit einem VALJOUX Cal. 57 | ||||
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